Informationen zu Elba
Historisches
Die größte Insel des toskanischen Archipels ist noch heute von den vielfältigen Einflüssen verschiedener Kulturen geprägt, die im Lauf der Geschichte die 224 qkm große Insel im Tyrrhenischen Meer beherrschten. Der ursprüngliche Name der Insel ILVA leitet sich von dem ligurischen Stamm der Ilvaten ab, die in der Vorgeschichte die Insel bewohnten, bevor sie rund 750 v. Chr. von den Etruskern verdrängt wurden. Diese antike See- und Handelsmacht verstand es, die Toskana in ihren blühenden Handel im Mittelmeerraum einzubeziehen. Von besonderer Bedeutung dabei war auch die Insel ILVA mit ihren großen Eisenerzvorkommen. Systematisch wurden Erzabbau und Eisenverarbeitung vorangetrieben. Dreihundert Jahre später waren es die Griechen, welche die Insel besetzten und ihr den Namen Aithalia gaben, was soviel bedeutet, wie „die Rauchende, Rußende“. Erkennungszeichen der Insel nämlich waren die himmelwärts aus den Meilern aufsteigenden Rauchschwaden, da die antiken Schmelzöfen mit Holzkohle beheizt wurden. Gewonnen wurde die Holzkohle aus dem weitläufigen Steineichenvorkommen, mit dem die Insel bewaldet war. Auf die Herrschaft der Griechen folgte eine über 800 Jahre andauernde Besetzung durch die Römer, die aus den Erzvorkommen Elbas auch Gewinn zu schlagen wussten. Unter der Herrschaft des Imperium Romanum erfolgte ein intensiver Abbau des vorhandenen Eisenerzes. Der Bedarf für die Metallgewinnung war enorm: man schätzt, dass die alten Römer dafür pro Jahr insgesamt 5000 Hektar Wald roden mussten. Dem Einfall der Langobarden konnte sich das altrömische Reich, dessen Untergang bereits begonnen hatte, nicht widersetzen. Die grausame Herrschaft der „Langbärte“, die von Mord und Brandschatzung geprägt war, nahm erst mit dem Sieg Kaiser Karls des Großen über den letzten Langobardenkönig Desiderius ein Ende.
Die Bewohner der Insel, sahen sich aber bereits mit den nächsten Übergriffen konfrontiert:Piraten machten das Mittelmeer unsicher und nahmen in dieser Zeit auch Ferraria (das heutige Portoferraio) ein. Zur Verteidigung entsandte die Republik Pisa Hilfstruppen. Die Seemacht hatte dabei auch durchaus eigene Interessen – es galt, das Tyrrhenische Meer von Seeräubern freizuhalten. Daneben weckten auch die Erz- und Granitvorräte der Insel bei den Pisanern Begehrlichkeiten.
Mit der Epoche der Medici brachen dann wieder neue Zeiten an. 1548 ließ Cosimo de’ Medici nahezu uneinnehmbare Festungen für die Hafenstadt Ferraria bauen. Ein architektonisches und strategisches Meisterwerk war gelungen. Als Auszeichnung erhielt das hoch befestigte Städtchen damals den Namen Cosmopoli. Kaum fünfzig Jahre später gelang es den Spaniern unter Philipp III. in dem auf der Westseite der Insel gelegenen Ort Porto Longone anzusiedeln. Sie errichteten die Festungen San Giacomo und Forte Focardao, die zur Verteidigung des Golfs von Mola dienten. Dieser Ort heißt heute Porto Azzurro. Neben der von einem spanischen Gouverneur erbauten Kirche Madonna di Monserrato erinnern noch eine Reihe von Bauwerken und Statuen an die Präsenz der Spanier auf Elba. Es folgten unruhige Zeiten, in denen Österreicher, Deutsche, Engländer und Franzosen die strategisch wichtige Insel für sich beanspruchten.
Der Name der Insel Elba ist auch untrennbar mit Napoléon Bonaparte verbunden. Als er im April 1814 abdanken musste, wurde er auf diese Insel verbannt, die ihm als souveränes Fürstentum übertragen worden war. 10 Monate dauerte die Herrschaft des selbst gekrönten Kaisers, bis sich der ehemals mächtige Imperator entschloss, noch einmal nach Frankreich zurück zu kehren. Der Beschluss des Wiener Kongress vereinte Elba wieder mit der Großherzogtum Toskana. Als 1861 das neue Königreich Italien proklamiert wurde und Viktor Emanuel II, bis dahin König von Sardinien, zum König von Italien ernannt wurde, wurde die Toskana mit dem toskanischen Archipel ebenfalls Teil der neuen Union.
Tourismus
Elba, die drittgrößte Insel Italiens, hat eine Küstenlänge von 150km zu bieten, bei der sich Sand- und Kiesstrände mit Felsenküste abwechseln. Schon seit den Fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts haben Touristen aus dem In- und Ausland die Insel für sich entdeckt und den Bewohnern damit zu einer neuen Einnahmequelle verholfen.
Die gastfreundlichen Elbaner haben sich dem Naturschutz verschrieben und praktizieren einen „soften“ Tourismus. Bettenhochburgen und Anonymität haben hier nicht Einzug gehalten. Idyllische Bergdörfer, kleine Hafenstädtchen und traditionelle Ortschaften prägen den Charakter der Insel.
Die abwechslungsreiche, überwiegend noch Natur belassene Landschaft, hat für alle Interessen etwas zu bieten. Wanderungen und Bike-Touren ins Innere des Eilands sind ebenso verlockend wie das Baden im kristallklaren Wasser der unzähligen kleinen Strände. Ausflüge zu historischen Stätten, die Spuren der verschiedenen Kulturen, die im Lauf der Geschichte das Gesicht der Insel geprägt haben, all das sorgt dafür, dass der Urlaub auf Elba zu einem Erlebnis wird. Die Flora der Insel bietet wild wachsende Orchideen und Blumen, die dank der klimatisch begünstigen Lage und dem konsequent praktizierten Naturschutz erhalten geblieben sind. Für Sportfreaks steht Tauchen, Segeln, Windsurfen, Kajakfahren, Golfen und Reiten auf dem Plan. So abwechslungsreich die Landschaft Elbas ist, so abwechslungsreich lassen sich auch die Ferien auf der Insel gestalten.
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Die größte Insel des toskanischen Archipels ist noch heute von den vielfältigen Einflüssen verschiedener Kulturen geprägt, die im Lauf der Geschichte die 224 qkm große Insel im Tyrrhenischen Meer beherrschten. Der ursprüngliche Name der Insel ILVA leitet sich von dem ligurischen Stamm der Ilvaten ab, die in der Vorgeschichte die Insel bewohnten, bevor sie rund 750 v. Chr. von den Etruskern verdrängt wurden. Diese antike See- und Handelsmacht verstand es, die Toskana in ihren blühenden Handel im Mittelmeerraum einzubeziehen. Von besonderer Bedeutung dabei war auch die Insel ILVA mit ihren großen Eisenerzvorkommen. Systematisch wurden Erzabbau und Eisenverarbeitung vorangetrieben. Dreihundert Jahre später waren es die Griechen, welche die Insel besetzten und ihr den Namen Aithalia gaben, was soviel bedeutet, wie „die Rauchende, Rußende“. Erkennungszeichen der Insel nämlich waren die himmelwärts aus den Meilern aufsteigenden Rauchschwaden, da die antiken Schmelzöfen mit Holzkohle beheizt wurden. Gewonnen wurde die Holzkohle aus dem weitläufigen Steineichenvorkommen, mit dem die Insel bewaldet war. Auf die Herrschaft der Griechen folgte eine über 800 Jahre andauernde Besetzung durch die Römer, die aus den Erzvorkommen Elbas auch Gewinn zu schlagen wussten. Unter der Herrschaft des Imperium Romanum erfolgte ein intensiver Abbau des vorhandenen Eisenerzes. Der Bedarf für die Metallgewinnung war enorm: man schätzt, dass die alten Römer dafür pro Jahr insgesamt 5000 Hektar Wald roden mussten. Dem Einfall der Langobarden konnte sich das altrömische Reich, dessen Untergang bereits begonnen hatte, nicht widersetzen. Die grausame Herrschaft der „Langbärte“, die von Mord und Brandschatzung geprägt war, nahm erst mit dem Sieg Kaiser Karls des Großen über den letzten Langobardenkönig Desiderius ein Ende.
Die Bewohner der Insel, sahen sich aber bereits mit den nächsten Übergriffen konfrontiert:Piraten machten das Mittelmeer unsicher und nahmen in dieser Zeit auch Ferraria (das heutige Portoferraio) ein. Zur Verteidigung entsandte die Republik Pisa Hilfstruppen. Die Seemacht hatte dabei auch durchaus eigene Interessen – es galt, das Tyrrhenische Meer von Seeräubern freizuhalten. Daneben weckten auch die Erz- und Granitvorräte der Insel bei den Pisanern Begehrlichkeiten.
Mit der Epoche der Medici brachen dann wieder neue Zeiten an. 1548 ließ Cosimo de’ Medici nahezu uneinnehmbare Festungen für die Hafenstadt Ferraria bauen. Ein architektonisches und strategisches Meisterwerk war gelungen. Als Auszeichnung erhielt das hoch befestigte Städtchen damals den Namen Cosmopoli. Kaum fünfzig Jahre später gelang es den Spaniern unter Philipp III. in dem auf der Westseite der Insel gelegenen Ort Porto Longone anzusiedeln. Sie errichteten die Festungen San Giacomo und Forte Focardao, die zur Verteidigung des Golfs von Mola dienten. Dieser Ort heißt heute Porto Azzurro. Neben der von einem spanischen Gouverneur erbauten Kirche Madonna di Monserrato erinnern noch eine Reihe von Bauwerken und Statuen an die Präsenz der Spanier auf Elba. Es folgten unruhige Zeiten, in denen Österreicher, Deutsche, Engländer und Franzosen die strategisch wichtige Insel für sich beanspruchten.
Der Name der Insel Elba ist auch untrennbar mit Napoléon Bonaparte verbunden. Als er im April 1814 abdanken musste, wurde er auf diese Insel verbannt, die ihm als souveränes Fürstentum übertragen worden war. 10 Monate dauerte die Herrschaft des selbst gekrönten Kaisers, bis sich der ehemals mächtige Imperator entschloss, noch einmal nach Frankreich zurück zu kehren. Der Beschluss des Wiener Kongress vereinte Elba wieder mit der Großherzogtum Toskana. Als 1861 das neue Königreich Italien proklamiert wurde und Viktor Emanuel II, bis dahin König von Sardinien, zum König von Italien ernannt wurde, wurde die Toskana mit dem toskanischen Archipel ebenfalls Teil der neuen Union.
Tourismus
Elba, die drittgrößte Insel Italiens, hat eine Küstenlänge von 150km zu bieten, bei der sich Sand- und Kiesstrände mit Felsenküste abwechseln. Schon seit den Fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts haben Touristen aus dem In- und Ausland die Insel für sich entdeckt und den Bewohnern damit zu einer neuen Einnahmequelle verholfen.
Die gastfreundlichen Elbaner haben sich dem Naturschutz verschrieben und praktizieren einen „soften“ Tourismus. Bettenhochburgen und Anonymität haben hier nicht Einzug gehalten. Idyllische Bergdörfer, kleine Hafenstädtchen und traditionelle Ortschaften prägen den Charakter der Insel.
Die abwechslungsreiche, überwiegend noch Natur belassene Landschaft, hat für alle Interessen etwas zu bieten. Wanderungen und Bike-Touren ins Innere des Eilands sind ebenso verlockend wie das Baden im kristallklaren Wasser der unzähligen kleinen Strände. Ausflüge zu historischen Stätten, die Spuren der verschiedenen Kulturen, die im Lauf der Geschichte das Gesicht der Insel geprägt haben, all das sorgt dafür, dass der Urlaub auf Elba zu einem Erlebnis wird. Die Flora der Insel bietet wild wachsende Orchideen und Blumen, die dank der klimatisch begünstigen Lage und dem konsequent praktizierten Naturschutz erhalten geblieben sind. Für Sportfreaks steht Tauchen, Segeln, Windsurfen, Kajakfahren, Golfen und Reiten auf dem Plan. So abwechslungsreich die Landschaft Elbas ist, so abwechslungsreich lassen sich auch die Ferien auf der Insel gestalten.
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